Novak Djokovics Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben, doch sein Vermächtnis im Tennis ist bereits unübertroffen. Mit 24 Grand-Slam-Titeln – den meisten in der Geschichte des Herrentennis –, über 1.100 Siegen in Einzelspielen, einer olympischen Goldmedaille, einem Rekord von 428 Wochen auf Platz 1 der Weltrangliste und mehr Grand-Slam-Teilnahmen als jeder andere Spieler in der Open-Ära hat Djokovic die Rekordbücher neu geschrieben und neu definiert, was Spitzenleistung im Profisport bedeutet. Nach praktisch allen statistischen Maßstäben ist er der größte Spieler, der jemals einen Schläger in der Hand gehalten hat. Und doch bleibt Djokovic trotz all seiner Erfolge eine der komplexesten und polarisierendsten Figuren im modernen Sport – ein Champion, dessen Größe unbestreitbar ist, dessen Geschichte jedoch nie vollständig verstanden wurde. NOVAK DJOKOVIC: The Wolf in Winter untersucht, was diesen einzigartigen Wettkämpfer antreibt – und deckt die verschiedenen Facetten eines Mannes auf, der unter außergewöhnlichen Umständen geformt wurde. Geboren im vom Krieg zerrütteten Serbien, wuchs Djokovic inmitten von Konflikten und finanzieller Not auf, während seine Familie alles opferte, um seine Tenniskarriere zu unterstützen. Als er die Profiszene stürmte, wurde er nicht mit offenen Armen empfangen, sondern stieß auf Widerstand – er galt als unwillkommener Eindringling, der die geliebte Rivalität zwischen Federer und Nadal störte, die die Fans zu einem Mythos erhoben hatten. Während seine Vorgänger sich mit zurückhaltender Anmut präsentierten, war Djokovic ungeschliffen, leidenschaftlich und ungefiltert – ein Spieler, der jede Emotion offen zeigte und dessen Intensität ihn manchmal in Konflikt mit eben jenem Publikum brachte, vor dem er auftrat.