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30. Mai 1970

Erfindung des Elfmeterschießens: Schiedsrichter stimmen dafür

Das Elfmeterschießen und zahlreiche historische Penalty-Krimis verdankt die Fußballwelt einem Friseur aus Penzberg: Karl Wald, der 2011 im Alter von 94 Jahren starb. Der Frankfurter Schiedsrichter schlägt beim Bayerischen Schiedsrichter-Verbandstag zwecks Entscheidungsfindung für unentschieden gebliebene Fußballspiele das Elfmeterschießen vor. Jede Mannschaft darf einzelne fünf Schüsse auf das gegnerische Tor abfeuern, im Wechsel mit dem Gegner. Wer die meisten Tore erzielt, gewinnt. Der Verband beschließt die Regel. Sie setzt sich nach und nach durch, auch international. Am 30. Mai 1970 präsentierte der damals 54-Jährige seinen Vorschlag beim zwölften Schiedsrichter-Verbandstag des Bayerischen Fußball-Verbands in München. Die Neuerung muss damals für das konservative Präsidium ähnlich verwegen geklungen haben wie heute die Diskussion um den Videobeweis. Dem Präsidenten Hans Huber passte sie jedenfalls nicht in den Kram.

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